Die alternde, immer noch glamouröse Schauspielerin Manana muss mit dem Verlust von Aufmerksamkeit und von finanziellen Möglichkeiten zurechtkommen, während die 19-jährige Tochter ihren Platz in der Welt sucht. In einem Krankenhauszimmer treffen zwei weitere Personen aufeinander: Mananas alte Freundin Rusudan, die alleine lebt und als Wissenschaftlerin arbeitet, sowie die kleine Anna, die dabei ist, ihre Mutter zu verlieren. Als emotionaler Mittelpunkt dient ein psychologisches Experiment, von dem die Alltagsszenen eingerahmt werden. Die stummen Filmaufnahmen einer Frau regen zu Spekulationen an: Drückt ihr Gesichtsausdruck Liebe, Angst, Wut oder Hass aus? Alles scheint möglich und wirft die Frage auf, wie genau man andere Menschen wirklich wahrzunehmen vermag.
Lana Gogoberidze→ Biografie anzeigen← Biografie schließen Lana Gogoberidze (* 1928 in Tiflis, UdSSR (Transkaukasischen SFSR) (heute Tbilisi, Georgien)) zählt zu den bedeutendsten georgischen Filmemacherinnen. Ihre Mutter, Noutsa Gogoberidze, war die erste Spielfilmregisseurin der Sowjetunion. Im Zuge der stalinistischen Säuberungen wurde Gogoberidzes Vater, Levan Gogoberidze, 1937 hingerichtet und ihre Mutter für 10 Jahre ins Gulag nach Sibirien verbannt. Lana Gogoberidze wuchs danach bei ihren Tanten auf. Nach einem Anglistikstudium an der Universität von Tbilissi ging sie nach Moskau ans Gerassimow-Institut für Kinematographie. Ihr Regiestudium schloss sie 1958 ab. Trotz Problemen mit der sowjetischen Zensur schaffte sie es, ihre Filme international zu präsentieren. Sie war Mitbegründerin und erste Präsidentin des Verbandes «Kino Women International», Leiterin der Regieabteilung der Rustaveli Theaterschule sowie des Studios Kartuli Pilmi (heute Georgia Film). 1984 war sie Teil der internationalen Jury der 34. Berliner Filmfestspiele. Nach der Unabhängigkeit Georgiens engagierte sie sich in der Politik. Von 1992 bis 1995 saß sie im georgischen Parlament und ging 2004 als Botschafterin nach Paris. Filme: 1958: Gelati (Kurzfilm). 1959: Tbilisi 1500 tslisaa (Kurz-Dokumentarfilm). 1961: Erti tsis qvesh / Unter One Sky. 1965: Me vkhedav mzes / I See the Sun. 1968: Peristsvaleba / Limits. 1972: Rotsa akvavda nushi / When Almonds Blossomed. 1975: Aurzari salkhinetsi / Commotion. 1978: Ramdenime interviu pirad sakitkhebze / Some Interviews on Personal Matters. 1984: Dges game utenebia / A Day Longer Than Night. 1986: Oromtriali / Full Circle. 1992: Valsi Pechoraze / The Waltz on the Pechora. 2013: Okros dzapi / Golden Thread. 2023: Deda-Shvili an rame ar aris arasodes bolomde bneli / Mother and Daughter, or the Night Is Never Complete.