Format: 16mm
Verleihstatus: Ausleihbar nach Rücksprache
Fassung: OmU
Sprache der Untertitel: Deutsch
Laufzeit in Minuten: 79
Farbe: S/W
Ton: Lichtton
Bildformat: 1:1,33
Bilder pro Sekunde : 24
Länge in Meter: 863
Gewicht: 3,95
Anzahl Akte: 2
Es begann mit dem Massaker des 'blutigen Freitags' am 8. September 1978 auf dem Jaleh-Platz (eine Szene davon ist im Film zu sehen). Die Regierungspolizei Savak spielte ein seltsames Spiel mit Zahlen: die erste große Lüge war, daß nur 200 Leute getötet worden seien. Am Tage danach sah die Bevölkerung, wie Tausende von Körpern zum 'Bchesht Zahra'-Friedhof in Teheran gebracht wurden. Aber noch eine größere Lüge war dahinter verborgen. Die Verwandten, Eltern und Kinder der Märtyrer suchten im Leichenschauhaus und auf dem Friedhof nach ihren Angehörigen, aber leider waren viele der Getöteten oder Verwundeten nicht mehr aufzufinden. Kein Zeichen von ihnen fand sich auf den Friedhöfen, im Leichenschauhaus oder in den Krankenhäusern. An dieser Stelle waren die Ereignisse nicht zuende. Nacheinander ereigneten sich noch verschiedene Massen-Tötungen bis zum 11. Februar 1979, dem Tag des Sieges der Revolution. Jedes Mal kamen mehr Namen zu der Liste der Vermißten hinzu, bis es schließlich viele Tausende waren. Die Eltern, Kinder, Geschwister und Ehepartner liefen wie besessen umher, und die Suche nach verschwundenen Angehörigen wurde zu einer Art psychologischer Krankheit. Auf die Fragen gab es keine Antworten, die Angestellten des Leichenschauhauses und der Friedhöfe gaben ebenso wie die Vertreter der Regierung nur ein Fünftel der Wahrheit zu. Aber die Zahl derjenigen, die nach ihren Märtyrern forschte, wuchs und wuchs. In seinem Film DIE SUCHE TEIL 1 ging Amir Naderi den Vermißten und Verschwundenen nach, und das Resultat, das er zutage förderte, ist schrecklich. Naderi prüfte die Gerüchte, die überall im Lande umliefen, und durch sie entdeckte er die Wahrheit. Dieser Film ist nicht nur ein einfacher Dokumentarfilm, sondern die künstlerische und poetische, von einem bestimmten Blickpunkt ausgehende Untersuchung einer bitteren Realität und eines Verbrechens, von dem man in der Welt noch wenig gehört hat. Der Film verwendet kaum Kommentar, aber die Sprache der Bilder ist deutlicher als jede gesprochene Sprache.
