Während Selbé für ihre Familie sorgt, sucht ihr Mann nach Arbeit. Der Film entstand im Rahmen der Reihe As Women See It, für die acht Filmemacherinnen aus acht Ländern (darunter Atteyat Al-Abnoudy, María Barea, Deepa Dhanraj und Annabella Miscuglio) dreißigminütige Kurzfilme über weibliche Lebenswelten produzierten.
Safi Faye→ Biografie anzeigen← Biografie schließen Safi Faye (*1943 in Fad’jal bei Dakar, Senegal) war Filmemacherin und promovierte Ethnologin/Anthropologin. Faye war nicht nur die erste Frau aus der Subsahara, die bei einem Kurzfilm (La Passante, 1972) Regie führte, sondern wenig später auch bei einem kommerziellen Spielfilm – KADDU BEYKAT (Senegal 1975), der 1975 in Cannes Premiere hatte und 1976 beim Forum der Berlinale gezeigt wurde. Fayes Filmschaffen, das sich über beinahe fünfzig Jahre erstreckt, ist in seiner thematischen Relevanz bisher noch zu wenig untersucht, auch wenn ihre Dokumentarfilme, die den Fokus auf die Gemeinschaft sowie die Erfahrungen von Frauen und Kindern in ländlichen Gebieten richten, viel Zuspruch erhielten. Zu ihren Filmen zählen Fad'jal (Come and Work, 1979), Selbé et tant d'autres (1982), Tesito (1989) und Mossane (1996). 1979 kam Faye für einen Video-Workshop an die Freie Universität Berlin und blieb anschließend mit einem DAAD-Stipendium in der Stadt. In dieser Zeit entstand ihr Film Man Sa Yay (1980). Safi Faye starb am 22. Februar 2023 in Paris.