Format: Datei
Verleihstatus: Ausleihbar
Fassung: OmU
Sprache der Untertitel: Englisch
Laufzeit in Minuten: 62
Auflösung: 1920x1080
Größe: 9,27 GB
Container: MPEG-4
Codec: H.264, AAC
Farbe: Farbe
Ton: Stereo
Bildformat: 1:1,33
Bilder pro Sekunde : 25
„Der auf Recherchen beruhende Essayfilm zeigt eine sehr persönliche Perspektive auf die Geschichte des sozialistischen Jugoslawien, auf sein dramatisches Ende und seine jüngste Umgestaltung in verschiedene demokratische Nationalstaaten.“ Marta Popivoda
Der Film setzt sich mit der Frage auseinander, wie sich Ideologie im öffentlichen Raum durch Massenchoreografie selbst inszeniert. Die Autorin sammelte und analysierte Film- und Videomaterial aus der Zeit verschiedener jugoslawischer Staatenbündnisse (1945–2000) und richtete dabei ihre Aufmerksamkeit auf Staatsauftritte (Jugendarbeit-Aktionen, Maiparaden, Feierlichkeiten anlässlich des Tages der Jugend etc.) sowie auf Gegendemonstrationen (1968, Studenten- und Bürgerdemonstrationen der 1990er, die serbische ‚Oktoberrevolution‘ etc.). Über die Bilder kehrt sie in die Vergangenheit zurück und verfolgt, wie sich die kommunistische Ideologie durch die wechselnden Beziehungen zwischen Menschen, Ideologie und Staat zusehends erschöpfte. Am Ende des Films stehen wir vor den Türen der jungen Demokratie Serbiens und des neoliberalen Kapitalismus, dazu angeregt, darüber nachzudenken, warum die Vorstellungen von Kollektivismus, Brüderlichkeit und Einheit so mühelos aufgegeben wurden, um zunächst durch Nationalismus und Krieg, dann durch das Versprechen von Freiheit und Demokratie ersetzt zu werden – Versprechen, die letztlich in Individualismus und ‚wildem‘ Kapitalismus endeten. In dramaturgischer Hinsicht kombiniert der Film Theorien zu sozialer Choreografie und sozialem Drama und setzt diese filmisch um. Anhand dieser Inszenierung untersucht Popivoda die Entwicklung der These Richard Sennetts – dass Ideologie, wenn sie in Glaube übergeht, die Macht besitzt, Menschen und ihr soziales Verhalten voranzutreiben – hin zu der Behauptung Renata Salecls, dass die Menschen in Jugoslawien ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch den Glauben an den Glauben hatten: Sie glaubten nicht mehr an die sozialistische Ideologie, glaubten jedoch sehr wohl, dass andere dies noch täten.
Der Film setzt sich mit der Frage auseinander, wie sich Ideologie im öffentlichen Raum durch Massenchoreografie selbst inszeniert. Die Autorin sammelte und analysierte Film- und Videomaterial aus der Zeit verschiedener jugoslawischer Staatenbündnisse (1945–2000) und richtete dabei ihre Aufmerksamkeit auf Staatsauftritte (Jugendarbeit-Aktionen, Maiparaden, Feierlichkeiten anlässlich des Tages der Jugend etc.) sowie auf Gegendemonstrationen (1968, Studenten- und Bürgerdemonstrationen der 1990er, die serbische ‚Oktoberrevolution‘ etc.). Über die Bilder kehrt sie in die Vergangenheit zurück und verfolgt, wie sich die kommunistische Ideologie durch die wechselnden Beziehungen zwischen Menschen, Ideologie und Staat zusehends erschöpfte. Am Ende des Films stehen wir vor den Türen der jungen Demokratie Serbiens und des neoliberalen Kapitalismus, dazu angeregt, darüber nachzudenken, warum die Vorstellungen von Kollektivismus, Brüderlichkeit und Einheit so mühelos aufgegeben wurden, um zunächst durch Nationalismus und Krieg, dann durch das Versprechen von Freiheit und Demokratie ersetzt zu werden – Versprechen, die letztlich in Individualismus und ‚wildem‘ Kapitalismus endeten. In dramaturgischer Hinsicht kombiniert der Film Theorien zu sozialer Choreografie und sozialem Drama und setzt diese filmisch um. Anhand dieser Inszenierung untersucht Popivoda die Entwicklung der These Richard Sennetts – dass Ideologie, wenn sie in Glaube übergeht, die Macht besitzt, Menschen und ihr soziales Verhalten voranzutreiben – hin zu der Behauptung Renata Salecls, dass die Menschen in Jugoslawien ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch den Glauben an den Glauben hatten: Sie glaubten nicht mehr an die sozialistische Ideologie, glaubten jedoch sehr wohl, dass andere dies noch täten.
Deutschland, Frankreich, Serbien
2013
Serbisch
2013