Line Describing a Cone

Kopie | zum Werk


Format: 16mm
Verleihstatus: Ausleihbar nach Rücksprache
Fassung: OF
Laufzeit in Minuten: 31
Farbe: S/W
Ton: Stumm
Bildformat: 1:1,33
Länge in Meter: 340
Gewicht: 1,55
Anzahl Akte: 1

Der legendäre Klassiker des Expanded Cinema. In einem mit Rauch oder Nebel gefüllten Raum wird aus dem Lichtstrahl der Projektion in 31 Minuten aus einem einzelnen weißen Punkt auf der Leinwand allmählich ein Kreis. Im Raum entwickelt sich daraus ein Lichtkegel, mit dem die Zuschauer interagieren können. Der ganze Zauber des Kinos wird so erfahr- und begreifbar. Rauch muss nicht unbedingt verschleiern, sondern kann auch etwas sichtbar machen, nämlich das, was Kino ist: Ein Lichtschleier, der sich in Raum und Zeit ausbreitet, so geformt, wie der Künstler es will, und der viel schneller verschwindet, als er gekommen ist. LINE DESCRIBING A CONE lässt den Zuschauer glauben, er sei dem Film zum Anfassen nahe. Dabei wird das Unbegreifliche zur unmittelbarsten und körperlichsten Kinoerfahrung überhaupt: Er greift ins Nichts, höchstens ins weiße Licht, und das ist im gleichen Moment schon verschwunden. „Obgleich es unvermeidlich irgendwo eine Wand geben wird, die die Länge des Strahls begrenzt, ist keine Leinwand nötig... Der Film beginnt als ein zusammenhängedes Lichtbündel, wie ein Laserstrahl und entwickelt sich während der dreißigminütigen Dauer in einen vollständig hohlen Lichtkegel ... [Der Film] enthält keine Illusion, Er vermittelt eine primäre, keine sekundäre Erfahrung: der Raum ist real, nicht abgeleitet, die Zeit ist real, nicht abgeleitet.“ (Anthony McCall)
Anthony McCall    → Biografie anzeigen   
USA
1973